Die Teams von Urs Oldani (Gesamtsieger) und Bruno Oldani (gewichtet nach Yardstick) heissen die Gewinner der diesjährigen Blaubandregatta, die von günstigen Windbedingungen profitieren konnte.

Schwache Winde zu Beginn
Um Punkt 11.30 Uhr ertönte am Samstag das Startsignal zur Blaubandregatta 2010. Obwohl die Windprognosen eine schwache Bise voraussagten, haben sich wohl einige der 21 Teilnehmerboote insgeheim auf eine Dümpelfahrt Richtung Arth eingestellt.

Bis nach Buonas versuchte der Grossteil der Schiffe sein Glück in Landnähe zu Oberwil, um das Beste aus den schwachen und drehenden Winden aus südlicher bis südwestlicher Richtung zu machen. Andere blieben eher in der Seemitte, kamen aber kaum schneller voran. Dann schien Neptun Erbarmen zu haben mit den schwitzenden Regatteuren: die Fahne vom Schloss Buonas verhiess Gutes. Immer deutlicher konnte sich eine Bise durchsetzen.

In der Seeenge bei Lothenbach war dann der ganze Harst wieder zusammen und profitierte von auffrischenden Winden bis 10 Knoten. Wer zu schnell war und die Windkante erreichte wurde jedoch umgehend “bestraft” und wieder nach hinten geworfen.

Das Glück der goldenen Mitte
In der Folge versuchten die Teilnehmer entweder Walchwil seitig oder näher bei Immensee ihr Glück. Beide hatten Sie Pech. Die wenigen die in der goldenen (See)Mitte blieben verschafften sich hier einen Vorsprung, den sie bis ins Ziel nicht mehr aufgeben sollten.

Kurz nach Walchwil erreichte Hansjörg Spiess mit Pascale Burckhardt, Richard Geisser, Thomas Fricker und Albert Röthlin auf Heron als erste die Wendemarke gefolgt von Urs Oldani mit Thomas Bättig und Ralph Windholz auf Esse 850. Kurz danach wendeten Bruno Oldani mit Marco Barile und Stefan Mösli auf Tabaluga und Ramon Andermatt mit Markus und Mägi Andermatt auf Onyx.

Vom Chiemen an war es dann ein genussvolles Aufkreuzen bei steter Bise. Vorsprung gewann derjenige, der die Topographie am Besten kannte und vom Landsog profitierte und die dortigen Böen auszunutzen wusste. Vom Rest des Feldes, die immer noch ihren Weg zur Boje kämpften, war bald nicht mehr viel zu sehen.

Am Schluss war es ein Duell unter der Familie Oldani mit Beteiligung der Heron, das Urs Oldani dank grösserer Segelfläche für sich entscheiden konnte (sensationelle 3:44.56), mit Heron auf Platz 2 und Tabaluga auf Platz 3. Gewichtet nach Yardstick gewann jedoch Bruno Oldani auf Tabaluga in 03:52:20.

Genussvoller Abschluss einer wunderschönen Regatta mit grossem Teilnehmerkreis bei stets regulären Bedingungen war das Abendessen zubereitet von “Cook for Sail” unter der Leitung von Peter Wälti. Ihnen gebührt der kulinarische Sonderpreis!

(Bericht: Yacht Club Zug)

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